Mit Minimalismus zum Sieg

Nach dem torlosen Remis gegen das 1b-Team aus Alberschwende konnte im nächsten Wälder-Derby gegen die zweite Garnitur des FC Egg wieder ein Sieg bejubelt werden. Neuerlich stand hinten die Null – somit reichte ein Tor zum Auswärtserfolg. In Anbetracht der zahlreichen Möglichkeiten hätte dieser aber deutlich höher ausfallen müssen.

Beflügelt vom Cup-Erfolg gegen den Landesligisten aus Frastanz wartete in Egg eine sogenannte Pflichtaufgabe auf das Team von Coach Sebastian Trittinger. Leider verletzte sich Kapitän Renald Zündel gegen Frastanz in letzter Minute, wodurch Routinier Simon Bodemann seine Jungs als Spielführer aufs Parkett führte. Es wurde die erwartet schwere Partie gegen einen unangenehmen Gegner aus Egg. Die Hausherren traten sehr energisch auf und attackierten den Favoriten aus Schwarzenberg sehr früh – phasenweise glich der Schlagabtausch dem Match gegen Alberschwende. Durch das frühe stören wurde ein geordneter Spielaufbau fast unmöglich gemacht. Dennoch versuchte man, das Spielgerät über mehrere Stationen laufen zu lassen und ein wenig Spielkultur auf den Platz zu bringen. Doch unser Gegner besann sich mehr auf die Spielzerstörung und unterband mit vielen kleinen Fouls ständig den Spielfluss. Die MEVO-Elf tat sich sichtlich schwer mit dieser Spielweise. Vor allem in der Zentrale fehlte die genaue Zuordnung, es erfolgte kein wirklicher Zugriff und somit beruhten die meisten Aktionen auf dem Prinzip Zufall. Offensivaktionen waren auf beiden Seiten Mangelware – bei einem Angriff über die rechte Seite brach Yusuf Yildirim in den gegnerischen 16er ein und wurde nach Meinung aller Schwarzenberger Zuschauer regelwidrig vom Torhüter angegangen. Doch die Pfeife des Unparteiischen blieb Stumm. Auch in weiterer Folge tat man sich extrem schwer. Hin und wieder gelang ein Vorstoß in Richtung Egger Strafraum, doch meist fehlte die letzte Durchschlagskraft. Somit ergaben sich kaum gefährliche Aktionen. Gelegentlich wurde der Abschluss aus der Distanz gesucht, doch die Genauigkeit ließ meist sehr zu wünschen übrig. Immerhin stand die Defensive um Abwehrchef Matthäus Greber (wieder einmal) sehr sattelfest. Die Hausherren näherten sich dem Gehäuse von Goalie Markus Greber kaum – wenn dann nur bedingt durch eine Unkonzentriertheit unserer Abwehr. Bei einem wenig überraschenden Halbzeitstand von 0:0 wechselten die beiden Kontrahenten die Seiten. Sebastian Trittinger nahm in der Pause einen Tausch vor. Der zuvor etwas angeschlagene Okan Kaya ersetzte den leider etwas glücklosen Jakob Natter in der Zentrale. Dieser Wechsel sollte sich kurz darauf als Glücksgriff herausstellen. Im zweiten Spielabschnitt legten unsere Jungs etwas mehr Elan an den Tag und versuchten nun auch, die Offensivaktionen mit mehr Nachdruck auszuüben. Man wurde (endlich) zwingender und kam so laufend zu guten Möglichkeiten. Die erste war unserer Speerspitze Michael Reis vorbehalten – nach einer schönen Flanke von Christoph Peter verfehlte sein Kopfball nur knapp das Tor. Kurz darauf dann der verdiente Führungstreffer für unsere Farben. Diesmal lief der Angriff über die linke Seite. Martin Peter legte das Leder ideal in den Rücken der Abwehr wo Mittelfeldstratege Okan Kaya nicht lange fackelte und zum 0:1 traf. Allerdings kann man bei dieser Aktion den Egger Schlussmann nicht ganz von seiner Schuld befreien. Die MEVO-Elf gewann durch dieses Tor sichtlich an Selbstvertrauen und versuchte nun umgehend nachzulegen. In den folgenden 30 Minuten fanden einige Schwarzenberger Offensivkünstler beste Einschussmöglichkeiten vor, doch leider führte keine dieser zu einem weiteren Torerfolg. Insgesamt verhinderte das Aluminium 3x (!) einen Treffer der Gäste. Sogar Abwehrrecke Matthäus Greber konnte einen Lattentreffer verbuchen. Das zweite Tor schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch wie schon in einigen Partien dieser Saison fehlte es an der letzten Präzision und vergab man die Möglichkeiten zu leichtfertig – eine alte Fußballerweisheit besagt, dass sich dies noch rächen sollte. Gott sei Dank stand unser Defensivverbund ganz sicher und die Egger Offensive war an diesem Tag einfach zu harmlos. So sehnten letztlich alle Schwarzenberger den Schlusspfiff herbei – Schiedsrichter Baris Kaya erlöste dann alle nach 93 Minuten.

Ein knapper aber sehr wichtiger Erfolg im Kampf um die obersten Plätze. Erfreulich: Mit nur 6 Gegentoren in 7 Spielen stellt man die beste Abwehr der Liga – doch in der Offensive besteht noch viel Luft nach oben. Kommendes Wochenende besteht im Heimspiel gegen den SV Satteins (16:00) sogleich die nächste Möglichkeit, dieses Manko auszumerzen.

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